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Meet the data: Der European Social Survey (ESS)

Datum: 22.06 - 23.06.2017 ics-Datei

Veranstaltungsort: Mannheim B2,8

Seminarinhalt

Wie zufrieden sind die Menschen in Europa mit der Arbeit ihrer Regierungen und der wirtschaftlichen Lage in ihrem Land? Hat sich diese Zufriedenheit womöglich im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise verändert? Welche Einstellungen besitzen die Menschen verschiedener europäischer Länder hinsichtlich Immigration oder der Qualität wohlfahrtsstaatlicher Leistungen in ihrem Land? Inwiefern unterscheidet sich die politische Partizipation der Menschen aus Ost- und Westdeutschland auch 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung? Und sind sich die Ost- und Westdeutschen bezüglich ihrer politischen Verhaltensmuster inzwischen schon ähnlicher als dies noch vor zehn Jahren der Fall war?
 
Diese und ähnlich geartete Fragen können mit Hilfe der Daten des European Social Survey (ESS) untersucht und beantwortet werden. Der European Social Survey wird seit 2002 alle zwei Jahre in einer Vielzahl verschiedener europäischer Länder durchgeführt und hat es sich zum Ziel gemacht, die Einstellungs- und Verhaltensmuster der Menschen in Europa kontinuierlich zu erfassen und zu verfolgen. Hierbei erfüllt der ESS höchste Qualitätsstandards hinsichtlich Instrumentenentwicklung, Fragebogendesign und -übersetzung, Pre-testing, Stichprobenziehung sowie Datenerhebung, was ihn zu einer innovativen und verlässlichen Quelle für viele Untersuchungen im (wiederholten) Querschnitt macht.
 
Die inzwischen vorliegenden Daten von nunmehr sieben Erhebungswellen bieten eine einzigartige Grundlage für aussagekräftige Analysen bezüglich der (Entwicklung von) Einstellungs- und Verhaltensmuster(n) der Menschen in Europa zu einer Vielzahl politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanter Themen. Sie erfordern aber gleichzeitig auch die Kenntnis einiger Besonderheiten bei ihrer Auswertung. Im Rahmen des Workshops sollen die Daten der ersten sieben Wellen des ESS unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Teilstudie (z.B. Dokumentation, Inhalte, Datenzugang und -management, ESS-Mehrebenendaten) vorgestellt und ihr Analysepotenzial mit Hilfe anwendungsorientierter Übungen veranschaulicht werden. In diesem Zusammenhang soll ebenfalls erörtert werden, was bei der Analyse der Daten zu beachten ist (z.B. Gewichtung, länderspezifische Items, korrekte Verwendung der ESS-Mehrebenendaten) und welche Vorteile die Daten des ESS gegenüber anderen Umfragestudien (z.B. World Values Survey, European Value Study oder ALLBUS) bieten. Vor Beginn des Workshops haben die Teilnehmer_innen die Möglichkeit, bevorzugte Themen aus ihrer eigenen Forschung zu benennen, welche als Anwendungsbeispiele innerhalb des Workshops dienen können.
Für den anwendungsorientierten Teil des Workshops sind Kenntnisse des Statistikprogramms Stata oder eines anderen Statistikprogramms (SPSS oder R) notwendig. Für die Verwendung der ESS-Mehrebenendaten sind Kenntnisse hierarchischer Modellierungsverfahren wünschenswert, für den Workshop aber nicht zwingend erforderlich.


Zielgruppe

  • Master-Studierende
  • AbsolventIn (nicht promovierend)
  • Promovierende
  • Promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen
  • Erfahrene WissenschaftlerInnen
  • Interessierte Nicht-WissenschaftlerInnen


Lernziel

Nach Absolvieren des Workshops sollen die Teilnehmer_innen über fundierte Kenntnisse der Daten des European Social Survey und deren Analysepotenzial verfügen. Dies schließt detaillierte Kenntnisse über die Datenerhebung, den Datenzugang, die thematischen Schwerpunkte des ESS in den ersten sieben Wellen („core und rotating modules“), die enthaltenen Länder sowie die korrekte Verwendung der Daten (mehrerer Wellen) in country-by-country als auch gepoolten Analysen (insb. Gewichtung, länderspezifische Items, ESS-Mehrebenendaten) ein. Techniken der Mehrebenenanalyse werden im Workshop nicht im Detail behandelt.
Im Anschluss an den Workshop sollen die Teilnehmer_innen in der Lage sein, eigene (wissenschaftliche) Fragestellungen mit Hilfe der Daten des European Social Survey angemessen zu bearbeiten und eigenständige Analysen unter Berücksichtigung der Datenstruktur des ESS korrekt durchzuführen.


Voraussetzungen

Der Workshop richtet sich an interessierte (Nicht-) Wissenschaftler_innen, welche über keine oder lediglich rudimentäre Kenntnisse im Umgang mit den Daten des European Social Survey verfügen, diese jedoch verwenden möchten. Für den anwendungsorientierten Teil des Workshops sind grundlegende Statistikkenntnisse (inkl. einfacher multivariater Analyseverfahren, insbes. linearer Regression) sowie Erfahrung im Umgang mit Stata oder einem anderen Statistikprogramm (SPSS oder R) notwendig. Vorkenntnisse im Bereich hierarchischer Modellierungsverfahren (Mehrebenenanalyse) sind von Vorteil, für den Workshop aber nicht zwingend erforderlich


Zeitplan

Literaturempfehlungen

Referenteninformationen

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