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Kausale Mediationsanalyse

Dozent(en):
Dr. Michael Kühhirt

Datum: 05.10 - 06.10.2017 ics-Datei

Veranstaltungsort: Mannheim B2,8 rechts

Seminarinhalt

Die Untersuchung von Kausalzusammenhängen geht häufig einher mit der Frage nach den diesen Zusammenhängen zugrundeliegenden Prozessen und Mechanismen. Ein zentraler Aspekt dieser Frage ist, ob und zu welchem Maße der Effekt einer Variable über eine oder mehrere weitere Variablen (i.e., potentielle Mediatoren) vermittelt wird. In der Praxis wird diese Frage häufig anhand von Veränderungen in Regressionskoeffizienten nach zusätzlicher Kontrolle der potentiellen Mechanismen untersucht. Die neuere Literatur zu kausaler Inferenz zeigt jedoch, dass dieser Ansatz mit Annahmen behaftet ist, die in der angewandten Forschung nur selten thematisiert und damit auch häufig keiner Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Der Kurs nutzt Kausaldiagramme und die kontrafaktische Konzeptualisierung direkter und indirekter Kausaleffekte, um die Bedingungen transparent zu machen, unter denen Mediationsanalyse valide Schlussfolgerungen über direkte und indirekte Effekte zulässt. Neben der Darstellung traditioneller Methoden der Mediationsanalyse (d.h., der Differenz- und der Produktmethode) gibt der Kurs eine Einführung in moderne Methoden kausaler Mediationsanalyse, insbesondere regressionsbasierte Methoden und Gewichtungsmethoden. Ebenso behandelt werden Verfahren, die Aufschluss darüber geben, wie stark die Ergebnisse durch die Verletzung einzelner inhaltlicher Annahmen beeinflussbar sind (i.e., Sensitivitätsanalyse). Die Anwendung der Methoden erfolgt durch praktische Übungen mithilfe der Programme Stata und R. Der Kurs schließt mit einem Ausblick auf weiterführende Aspekte der Mediationsanalyse wie beispielsweise die Untersuchung multipler Mediatoren und zeitveränderlicher Mediatoren.


Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an quantitative Sozialforscherinnen und -forscher, insbesondere jene mit einem besonderen Interesse an der Untersuchung von Kausalprozessen und -mechanismen.


Lernziel

Teilnehmende werden in der Lage sein
  •        direkte und indirekte Effekte formal zu definieren und zu interpretieren
  •        verschiedene Methoden zur Untersuchung direkter und indirekter Effekte praktisch anzuwenden
  •        die diesen Methoden zugrundeliegenden inhaltlichen Annahmen zu verstehen und einer kritischen Prüfung zu unterziehen.


Voraussetzungen

Teilnehmende sollten Grundkenntnisse besitzen in
  •       deskriptiver und induktiver Statistik
  •       linearer Regression
  •       Stata oder R
 


Zeitplan

Literaturempfehlungen

Referenteninformationen - Dr. Michael Kühhirt

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